NELKE *

NELKE *

NELKE

Botanischer Name: Syzygium aromaticum, Eugenia aromatica und Eugenia caryophyllata

Familie: Myrtaceae, Myrtengewächse

Gewinnung: Wasserdampfdestillation der der luftgetrockneten Knospen.
8 kg für einen Liter Öl. Manchmal gewinnt man Nelkenöl auch aus den Blättern des Nelkenbaumes, das bessere Öl ist aber das aus der Knospe.

Synonyme: Gewürznelke, Nägeli, Negelkin

Herkunft: Die Gewürznelkenbäume stammt von den Molukken, wo sie heute noch angepflanzt werden. Die Bäume wachsen nur in tropischen Küstenregionen und werden heute in Indonesien, Madagaskar, Tansania, Sri Lanka und Malaysia kultiviert.

Duft: warm, süßlich, würzig

Note: Herznote

Element: Feuer

Haltbarkeit: 3 Jahre

Duftharmonie: Mischt sich gut mit allen Gewürzölen und Zitrusölen, besonderes mit Basilikum, Ingwer, Kardamon, Koriander, Mandarine, Orange und Zimt

Verwendung: Die schmerzstillenden und entkrampfenden Eigenschaften des Nelkenöls machen es auch als Einreibemittel gut geeignet. Mit diesen Einreibe-Lösungen kann man schmerzende Muskeln und Gelenke einreiben. VOR DER ANWENDUNG AUF DER HAUT MIT EINEM PFLANZLICHEN TRÄGERÖL AUF EINEN ANTEIL VON 5% ODER WENIGER VERDÜNNEN.

Wirkung: Das Öl hilft auch bei Zahnschmerzen, Zahnfleischentzündung, Magen-Darm-Beschwerden, ausbleibende Menstruation, Insektenschutz, Wunden, geistige Erschöpfung, rheumatische Schmerzen und Schwellungen.

Vorsicht! Man sollte Nelkenöl nicht in der Schwangerschaft verwenden, Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder sollten auf dieses Öl ebenfalls verzichten.

Zahn- und Mundpflege:
Gewürznelkenöl ist ein traditionelles Heilmittel bei Zahnschmerzen: Tränken Sie einen Wattebausch mit dem Öl und legen ihn auf den schmerzenden Zahn. Zutaten für Mundwasser: 3 Tropfen Gewürznelke auf 1 Tasse Wasser

Botanikgeschichte: Die Gewürznelken waren schon im alten China und Ägypten bekannt und sehr geschätzt.

Im vierten Jahrhundert brachten die Araber die Nelke nach Europa.

Die Früchte des Gewürznelkenbaumes waren im Mittelalter ein besonders wertvolles Heilmittel und natürlich auch ein gern verwendetes Gewürz. In der Medizin des Mittelalters verwendet man die Nelkenöl wegen ihrer antiseptischen Wirkung als wertvolles Desinfektionsmittel und auch zur Geburtshilfe. Im Mittelalter war die Nelke ein Symbol der Passion Christi, da die Form von Blatt und Frucht bildhaft als „Nagel“ interpretiert wurde. Das Wort „Nelke“ entstand aus dem mittelniederdeutschen „negelken“, was so viel wie „Nägelchen“ bedeutete.